Kanzlei Jüde

Strafverteidigung und Opfervertretung

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Wer  Opfer einer Straftat geworden ist, weiß oftmals nicht, was er machen soll.

Daher hier ein paar hilfreiche Tipps:

1. Zuallererst bewahren Sie Ruhe! 

Auch wenn Sie jetzt innerlich aufgewühlt sind, versuchen Sie dennoch einen klaren Kopf zu behalten.
Denn nur so können Sie alles Weitere in die Wege leiten.

 

2. Stellen Sie Beweise sicher!

Dies kann später dabei helfen, Ihre rechtlichen Interessen durchzusetzen und ist deshalb von besonderer Wichtigkeit.

Erstellen Sie daher so schnell, wie möglich Photos (vom Tatort, ihren Verletzungen, dem Nummernschild, usw.). Eine Handykamera hat heutzutage fast jeder dabei. So ist es recht einfach schnell ein paar Photos zu erstellen. Die Photos müssen hierbei keinen Schönheitspreis gewinnen. Wichtig ist in erster Linie, dass die Photos scharf sind und man alles gut erkennen kann.

Notieren Sie sich Namen und Adressen von Zeugen und fertigen Sie in kurzen Stichpunkten ein Gedächtnisprotokoll an, bzw. führen Sie ein Tagebuch.

Auch getragene oder beschädigte Kleidung sowie tatrelevante Gegenstände sollten aufbewahrt werden.

Jeder Hinweis kann hier später hilfreich sein.

Achten Sie dabei darauf, keine Spuren vom Täter zu zerstören. Gegenstände, die vom Täter angefasst wurden können wichtige Spuren beinhalten. Warten Sie hier lieber bis die Polizei diese gesichert hat, bevor Sie die Gegenstände anfassen und damit möglicherweise wichtige Hinweise vernichten.

 

3. Suchen Sie einen Arzt auf und rufen Sie die Polizei!

Wenn Sie Verletzungen erlitten haben (egal ob körperlich oder psychisch), suchen Sie so schnell, wie möglich einen Arzt auf und lassen Sie sich untersuchen. Wichtig ist hier, dass Sie sich über die erlittenen Verletzungen Atteste vom Arzt ausstellen lassen. Sollten Sie psychische Probleme durch die Tat bekommen (Schlafstörungen, Ängste, Panikattaken, etc.), sollten Sie einen Psychologen aufsuchen, der Ihnen bei der Bewältigung des Traumas behilflich sein kann. Leider sind viele Therapeuten oft monatelang ausgebucht. Es kann daher hilfreich sein, Ihren Hausarzt nach einem geeigneten Psychologen zu fragen.

 

4. Suchen Sie sich zeitnah anwaltliche Hilfe!

Gerade wenn Sie Opfer einer Straftat geworden sind, ist es wichtig, sich zeitnah anwaltliche Beratung zu suchen. Bereits vor der Erstattung einer Anzeige kann der Anwalt Sie hier schon beraten. Viele Delikte sehen Fristen vor, so dass schnelles Handeln geboten sein kann. Am Besten, Sie vereinbaren einen Erstberatungstermin mit einem im Strafrecht/Opferrecht tätigen Anwalt und lassen sich über die weiteren Möglichkeiten beraten. Dieser kann dann für Sie Akteneinsicht nehmen, Anträge stellen oder weitere Ermittlungen anregen. Sie werden so über den Verfahrensablauf informiert und werden nicht unmittelbar immer wieder mit den Geschehnissen konfrontiert. Auch wird er Sie über die Möglichkeiten von Schadensersatz und Schmerzensgeld informieren können, bzw. über mögliche Ansprüche nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG). Hierbei wird er mit Ihnen besprechen, ob eine Nebenklage möglich ist und inwieweit ein Adhäsionsantrag gestellt werden sollte, bzw. ein zivilrechtliches Klageverfahren anzustreben ist.

Sollten Sie weitere Übergriffe durch den Täter befürchten (insbesondere bei Stalkingfällen, Körperverletzungen, etc.), kann er Sie zudem über mögliche gerichtliche Schutzmaßnahmen informieren.

Sollten Sie als Zeuge vor Gericht oder einer Behörde aussagen müssen, kann es zudem sinnvoll sein, wenn der Anwalt Ihres Vertrauens Sie dorthin begleitet.

Für weitere Fragen, rufen Sie mich gerne unter der Rufnummer 0228/688 186 – 10 an.
Gemeinsam können wir dann besprechen, welcher Weg für Sie der Richtige ist.